Grippeschutzimpfung – ja oder nein?

Grippeschutzimpfung

An der Grippeschutzimpfung scheiden sich jedes Jahr die Geister. Während ein Teil der Bevölkerung die Maßnahme befürwortet, lehnt ein anderer Teil die Impfung strikt ab. Was ist dran an den Mythen rund um den Impfschutz?

Gegen welche Erreger schützt die Grippeschutzimpfung?

Die Schutzimpfung wirkt nicht gegen Erreger einer normalen Erkältung. Echte Grippe wird als Influenza bezeichnet. Sie wird durch Viren durch Tröpfcheninfektion oder bei Berührung übertragen. Eine Influenza ruft Fieber, Halsschmerzen, Mattigkeit, und Muskel- und Gliederschmerzen wie bei einer normalen Erkältung hervor. Der Verlauf ist jedoch viel schwerer und kann sogar lebensbedrohlich werden. Die Grippeviren verändern sich jedes Jahr. Deshalb muss die Grippeschutzimpfung jedes Jahr wiederholt werden.

Grippeschutzimpfung
Foto: © Martin Büdenbender / PIXELIO

Wer sollte sich impfen lassen? Wer übernimmt die Kosten?

Chronisch Kranke mit Diabetes, Asthma oder Herz- und Kreislauferkrankungen, Senioren über 60 Jahre, medizinisches Personal,  Schwangere sowie Stillende sollten die Vorsorge nutzen. Ebenso wird eine Impfung für Personengruppen mit erhöhtem Publikumsverkehr empfohlen.  Die Krankenversicherung übernimmt die Impfkosten für alle Risikogruppen. Viele Krankenkassen zahlen auch die Kosten für Freiwillige.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Grippeschutzimpfung? Wer sollte nicht geimpft werden?

Bis sich der Impfschutz aufbaut dauert es zwei Wochen. Da die Grippewelle meistens zu Anfang des neuen Jahres erwartet wird, empfiehlt sich eine Impfung im November. Der Grippeimpfstoff ist auch für Schwangere zugelassen. Menschen, die gerade an einem Infekt leiden, sollten am besten erst zwei Wochen nach der Gesundung geimpft werden. Wer allergisch auf die Bestandteile des Impfstoffs, dazu zählt Hühnereiweiß, reagiert, kann alternativ mit einem hühnereiweißfreien Impfstoff geimpft werden, der für Eiweiß-Allergiker geeignet ist. Der Lebendimpfstoff für Kinder und Jugendliche (Nasenspray) sollte bei Immunschwäche, Asthma und bei Salicyat-Therapie nicht angewendet werden.

Mögliche Nebenwirkungen der Grippeschutzimpfung

Enthält der Grippeimpfstoff Wirkverstärker, dann können an der Impfstelle Rötungen, Schwellunge und Schmerzen auftreten. Saisonale Impfstoffe enthalten jedoch meist keine Wirkverstärker. Patienten über 65 Jahren wird aber empfohlen, sich mit Impfstoffen mit Wirkverstärkern impfen zu lassen, da so eine bessere Wirksamkeit in dieser Altersgruppe erzielt werden kann. Eine Grippeerkrankung kann durch die Grippeschutzimpfung nicht ausgelöst werden. Als Begleiterscheinungen einer Grippeschutzimpfung können jedoch Müdigkeit, Muskelschmerzen oder vereinzelt Frösteln auftreten. Diese Begleiterscheinungen klingen in der Regel nach zwei bis drei Tagen wieder ab. Ist der Geimpfte bereits mit Erkältungsviren infiziert, dann kann die Erkältung nach der Impfung ausbrechen.

Impfen trotz erhältlicher Grippe-Medikamente?

Medikamente gegen Grippe, z. B. antiviral wirkende Neuraminidasehemmer, müssen in den ersten 48 Stunden nach Beginn der Erkrankung eingenommen werden. Oft ist dann jedoch noch gar nicht klar, ob es sich um eine Influenza handelt. Die Grippeschutzimpfung ist daher in jedem Fall eine sichere Vorsorgemaßnahme.

One comment

  1. Peter sagt:

    Ich bin ja kein Fan von Grippeimpfungen. Generell halte ich aber auch von Tabletten nehmen nicht viel. Ich nutzte da viel mehr Schüssler Salze. Gruss

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