Richtig saunieren – Wissenswertes rund um den Saunagang

Die finnische Sauna - Oase der Entspannung

Es ist bitterkalt in Deutschland, die Temperaturen gehen sogar in den zweistelligen Minusbereich. Da wünscht man sich doch vor allem eines: Wärme! Wer nun gerade nicht vorhat, in ein warmes Land zu verreisen, der kann es doch mal mit der guten alten Sauna probieren. Ich persönlich liebe dieses wärmende und enspannende Wohlgefühl, das sich während des Saunabesuchs einstellt.

Welche Arten von Sauna gibt es?

Die finnische Sauna - Oase der Entspannung

© Espressolia / PIXELIO

Die bekannteste Saunavariante ist wohl die klassische finnische Sauna. Um sie geht es in diesem Artikel. In einem mit Nadelholz (meist Fichten- oder Tannenholz) ausgekleideten Raum sind Holzbänke in zwei bis drei Höhen angeordnet. Je höher die Bank, desto höher ist die Temperatur. Der Boden ist aus Hygienegründen meist gekachelt. Ein Saunaofen heizt den Raum bei rund 10 % Luftfeuchtigkeit auf 80-100 Grad auf.  Um die Temperatur konstant zu halten wird kontinuierlich Frischluft zugeführt, die dann sofort vom Ofen aufgeheizt wird.

Weitere Saunaarten sind zum Beispiel die Bio-Sauna, die Dampfsauna oder das Sanarium. Sie haben gemein, dass die Temperaturen unter denen der finnischen Sauna liegen und die Luftfeuchtigkeit darüber.

Welchen Effekt hat das Saunieren auf die Gesundheit?

Saunieren soll durch die Wärme- und anschließende Kältereize das Immunsystem stimulieren und somit die Gesundheit bzw. die Abwehrkräfte stärken. Infektionen der oberen Atemwege können seltener auftreten, wenn man regelmäßig in die Sauna geht. Auch der Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und der Blutdruck können positiv beeinflusst werden, wenn man regelmäßig in der Sauna schwitzt. Außerdem hat das Saunieren auch eine beruhigende Wirkung, die Nervosität und Anspannung mindern kann. Kurz gesagt können regelmäßige Saunagänge helfen, körperlich und psychisch gesund zu bleiben.

Wann sollte man nicht in die Sauna gehen?

Wer akut erkrankt ist, sollte grundsätzlich nicht in die Sauna gehen. Vor allem bei Erkältungskrankheiten wir d oft das Gegenteil empfohlen. Die Wärme- und Kältereize belasten jedoch den bereits angegriffenen Körper zu sehr.  Außerdem besteht die Gefahr, andere Personen anzustecken. Bei allen chronischen körperlichen und psychischen Beschwerden sollte vorher ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt erfolgen, in dem geklärt wird, ob ein Besuch der Sauna unbedenklich ist.

Darf man Kinder mit in die Sauna nehmen?

In Finnland werden Kinder schon mit wenigen Monaten mit in die Sauna genommen. Der deutsche Saunabund empfiehlt, Kinder erst ab drei Jahren mit in die Sauna zu nehmen. Kinder sollten sich bereits verständlich machen können und sauber sein. Natürlich sollten die Temperaturen  nicht zu hoch sein und der Saunagang nur kurz dauern. Es gilt: Das Kind sollte spielerisch den Umgang mit der Sauna lernen und die Eltern oder andere Begleitpersonen müssen genau auf ihr Kind und seine Reaktionen achten.

Wie läuft ein Saunabesuch ab?

Der Magen sollte vor dem Saunabesuch weder komplett leer oder voll sein. Unmittelbar bevor man in die Sauna geht, sollte man sich duschen und gründlich reinigen. Gut abtrocken nicht vergessen, denn bei nasser Haut setzt das erwünschte Schwitzen verzögert ein. Mit einem ausreichend großen Saunatuch ausgerüstet (es soll so groß sein, dass kein Schweiß auf das Holz kommt) kann man je nach gewünschter Hitze ein Platz weiter oben oder weiter unten eingenommen werden. 8-12 Minuten reichen in der Regel für den ersten Saunagang aus. Kurz bevor man die Sauna verlässt empfiehlt es sich, eine sitzende Position auf einer der unteren Bänke einzunehmen. So kann man Kreislaufproblemen vorbeugen. Nach dem Verlassen der Sauna sollte man kurz an die frische Luft gehen und sich ein wenig bewegen. Anschließend wird eine kalte Dusche oder ein Tauchbad empfohlen bevor man sich trocken und warm eingehüllt ca. 15-30 Minuten Ruhe gönnt. Dabei sollte man viel trinken, am besten alkohol- und kalorienarme Getränke.

In der Regel werden drei Saunagänge pro Saunabesuch empfohlen. Diese können jeweils durch einen Aufguss abgerundet werden. Dabei wird Wasser evtl. mit einem duftenden Zusatz auf den Steinen des Saunaofens verdampft. So steigen Hitze und Luftfeuchtigkeit kurzzeitig an, was die positiven Effekte des saunierens intensiviert. Das Schwitzen klappt aber genauso gut ohne Aufguss.

 

Viel Spaß beim Schwitzen!

5 comments

  1. johanna84 sagt:

    Eine eigene Sauna im Keller – das wäre was!

  2. markmal sagt:

    ehrlich gesagt – mir ist eine saune viel zu heiß, ich habe das 1 x probiert und ist mir irgendwie nicht bekommen…

  3. […] Regelmäßige Saunagänge können ebenfalls Heuschnupfen-Symptome lindern […]

  4. Svenja-Marie sagt:

    Neulich war ich mit einer Freundin in der Sauna eines großen Schwimmbades. Irgendwann kam ein Pärchen in die schon gut besuchte Sauna hinein. Der junge Mann begann sein Freundin so hingebungsvoll zu massieren, dass wir anderen schon befürchteten ungewollt einem Akt der Fleischeslust beiwohnen zu müssen. Wie seht ihr das: Ist man ein Spießer, wenn man sich von so etwas gestört fühlt?

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